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/*                   Roland U - 110 Synthesizer Editor                  */
/*                        PUBLIC-DOMAIN-SOFTWARE                        */
/*                       Version 1.0 vom 17.10.89                       */
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                        (c) by Jack && 8
Vorabinfos:

Der U-110 ist ein 31-stimmiger digitaler Synthisizer.
Die Midibefehle zur Ansteuerung des U 110 habe ich dem Originalhandbuch
entnommen. Natrlich bernehme ich keine Haftung bei Fehlbedienung des
Programms und fr daraus resultierende Schden.
Der Editor ist wahrscheinlich der zweit - einzige PD - Editor, der sowohl
als PRG, als auch als ACC (Accessory) luft.

Installation:

Auf der Diskette befinden sich:

               U110.PRG  : das Programm
               U110.TXT  : dieses File lesen Sie gerade
               U110.PIC  : neuer Desktophintergrund
               URBANK.U11: Soundbank (Demo - Soundbank)

Das Editorprogramm kann durch Doppelklick gestartet werden. Um den Editor
als Accessory zu verwenden, mu das Programm im Hauptverzeichnis stehen.
Dann mu der Name von U110.PRG in U110.ACC umbenannt werden (wie man beim
Umbenennen vorgeht, steht im Benutzerhandbuch des ATARI ST). Um das ACC zu
starten, ist dann ein RESET zu machen (siehe Benutzerhandbuch ATARI ST).
Die Unterschiede zum PRG bestehen im Grunde darin, da die Menleiste
fehlt. Sie wurde durch eine Dialogbox ersetzt. Alle Funktionen sind jedoch
genauso verfgbar. Im weiteren werde ich noch auf geringe Unterschiede von
PRG zu ACC eingehen. Zum Kennenlernen sollte man eh erst das PRG
ausprobieren. Ich beschreibe nun das U110.PRG. Der Umstieg auf ACC ergibt
sich dann von alleine.


Einstellungen am Synthesizer :

Smtliche SETUP - Parameter sollten auf ON sein (besonders EXKLUSIVE). Der
Control - Channel sollte sich von den Sound - Channel unterscheiden. Diese
Einstellungen sollten am U 110 vorgenommen werden, wenn man auf den Synthie
reibungslos zugreifen will.


Die Menleiste :

Desk - Copyright : enthlt Infos zum Programm

File - Load from Disk: es knnen Soundbnke von Diskette eingeladen werden
     - Save to Disk  : Soundbank auf Diskette speichern
     - Rename File   : der Name eines Files kann gendert werden
     - Delete File   : File kann gelscht werden
     - Quit          : Verlassen des Editors

Bank - Load Bank :Soundbank wird vom U 110 in den ATARI ST eingelesen
     - Save Bank :Soundbank wird vom ATARI ST in den U 110 geladen
     - Sort      : es kann der Inhalt zweier Soundbnke gemischt werden
Edit - Bank 1 : Soundbank 1 kann hier bearbeitet werden
     - Bank 2 : Soundbank 2 kann hier bearbeitet werden

Channel - autochannel : ON/OFF
        - set channel : hier wird der Midikanal eingestellt, der dann bei
                        ausgeschaltetem "autochannel" wirksam ist
        - midi out    : ON/OFF
        - midi thru   : ON/OFF

Wer den U 110 nicht gleich anschlieen mchte, aber trotzdem  die
Fhigkeiten des Editors erahnen will, sollte nach dem Starten des
Programms eine Soundbank von Diskette in Bank 1 oder Bank 2 einlesen mit
"Load from Disk" (es sind ja genug drauf). Geladene Bnke werden mit
Hckchen gekennzeichnet. Nun sind auch die Optionen " Edit Bank 1/2" oder
"Sort" zugnglich.

Load from Disk:

Es knnen nur Files eingelesen werden, die mit dem U110.PRG
abgespeichert worden sind. Diese Soundfiles haben immer die Extension
"*.U11".

Save to Disk :

Wenn man eine Bank eingelesen hat, kann man diese natrlich wieder
abspeichern. Dies geschieht in der Regel mit der Extension "*.U11", wenn
man einen Namen angibt, ohne die Extension explizit anzugeben.
(Kompliziert ? einfach ausprobieren !!). Weiterhin ist es nicht mglich,
einen schon bestehenden File mit den Anfangsbuchstaben URBANK zu
berschreiben. Ein File mit dem Namen z.B. URBANKLO kann jedoch neu
generiert werden. Dieses ist dann aber auch berschreibgeschtzt. Will man
doch ein URBANK - File lschen oder berschreiben, so mu man zu den
Menpunkten RENAME File oder DELETE File greifen.

Rename file :

Hier kann der Filename gendert werden (zwecks berschreiben usw.). Bei
ndern von U11 - Files sollte die Extension erhalten bleiben.

Delete file :

Jegliche Art von Files kann gelscht werden. Diese Funktion sollte nur
nach reiflicher berlegung benutzt werden (nicht, da dann auch noch das
Hauptprogramm weg ist !!!!).

Ende :

Wenn der Editor als PRG betrieben wird, kann hier zum Desktop
zurckgekehrt werden. Wenn der Editor als ACC luft, kann der Editor
verlassen werden. (Rcksprung ins Hauptprogramm.)

Load Bank :

Diese Funktion ist nur mit angschlossenem Synthie sinnvoll, da der Editor
mit dem U 110 kommuniziert. Die Optionen "auto channel" und "midiout"
mssen dabei angeschaltet sein. Der am Synthie eingestellte Midikanal ist
nicht von Bedeutung, da der Editor den eingestellten Kanal selber sucht
und findet. Wenn nicht, kommt 'ne Meldung!. Es sei darauf hingewiesen, da
bei laufendem Programm und angeschlossenem U 110 keine Vernderungen am
Synthie vorgenommen werden sollten. Dafr ist ja auch der Editor da! Bei
laufendem Betrieb sollten keine Midikabel ein - und ausgesteckt werden.
Dies kann zu bsen Abstrzen fhren. Das Bankladen kann etwas dauern (ca.
15 sec.), also nicht gleich verzweifeln. Wenn das U110.PRG Midimeldungen
an den Synthie sendet, dann verwandelt sich der Mousezeiger in eine
Musiknote. (Kontrollfunktion)

Save Bank :

Was bei Load Bank gesagt wurde, gilt auch hier. Daten werden im Quasi -
Handshaking zum U 110 geschickt. Dies kann, wie auch beim Load Bank, am
Synthiedisplay beobachtet werden. Wenn eine Soundbank in den U 110 geladen
werden soll, ist am Synthie der Hardwareprotect auszuschalten (Memory
Protect, siehe Handbuch U 110).

Sort :

Nach Anklicken des Menpunktes erscheint eine Dialogbox, in der 128 Sounds
aufgelistet werden. Mit dieser Funktion man man sich aus bestehenden
Soundbnken neu Bnke zusammenstellen. Maximal knnen zwei Bnke
bearbeitet werden. Sounds knnen nun ausgetauscht oder kopiert werden.
Dies kann innerhalb einer Bank geschehen oder auch von einer Bank in die
andere. Beim Austauschen klickt man den zu tauschenden Sound an und hlt
die linke Mousetaste gedrckt. Es erscheint eine Box, die nun den
Mousebewegungen folgt. Hat man den Zielsound erreicht (Mousezeiger ber
Zielsound), so lt man die linke Mousetaste los und die beiden Sounds
werden getauscht. Das Kopieren (bei gedrckter linker "shift" - Taste)
funktioniert genauso, nur da der Startsound nun auch im
Zielpunkt steht.
Wenn man einen der 128 Sounds kurz anklickt, wird dieser Sound in  den
U-110 geladen (dauerhaft kann eine Bank aber nur mit Save Bank in den
U-110 geladen werden). So hat man auf einmal 128 Sounds zur Verfgung und
kann beliebig Soundkombinationen ausprobieren. Dieses Feature hat aber nur
Sinn bei angeschlossem U 110, "auto channel" auf ON und "midi out" auf ON.
Eine so zusammengestellte Bank kann mit "Save to Disk" auf Diskette
gespeichert werden oder mit "Write Bank" in den U 110 geladen werden.
Man beachte, da alle Demosounds Namen besitzen. Sptestens hier im
Sortmen zahlt es sich aus, auch Eigenkreationen zu benennen (Mehr dazu in
"Edit Bank 1/2"). Die Dialogbox kann durch Anklicken des Schliesymbols
oder durch die RETURN - Taste verlassen werden.

Edit Bank 1/2:

Die Beschreibung des Bankeditmodus gilt fr Bank 1 und Bank 2. Hier knnen
einzelne Sounds bearbeitet werden. Links oben erkennt man die
Programmnummer des Sounds .
Daneben befindet sich wieder ein Schliesymbol. Will man nun einen anderen
Sound editieren, so whlt man durch Anklicken mit der linken (vorwrts)
oder rechten (rckwrts) Mousetaste die gewnschte Programmnummer und
klickt (linke Mousetaste) das Schliesymbol an und das neue Programm
erscheint. Auf diese Weise kann man die ganze Bank durchsteppen.
Prinzipiell mu nach jeder Vernderung der Programmnummer das Schliefeld
bettigt werden, um das Programm editieren zu knnen.
Rechts neben dem Schliesymbol befindet sich ein Feld, in dem der
Programmname steht. Dieser kann mit der ESC - Taste gelscht werden und
neu eingegeben werden (wirksam sind auch die Cursortasten). Jeder Sound
sollte irgendeinen Namen besitzen. Er kann zur Indentifikation eines
Sounds recht hilfreich sein. Alle Namen werden natrlich mit auf Diskette
gespeichert.
Weiterhin werden alle vernderbaren Parameter des U 110 angezeigt. Durch
Anklicken mit linker oder rechter Mousetaste kann der betreffende Wert
verndert werden.
Rechts erkennt man Buttons fr die 6 Parts. Durch Anklicken gelangt man in
den Partdialog. (Aufbau und Funktion eines Parts entnehmen Sie bitte dem
Benutzerhandbuch des U-110)
Ist man mit der Bearbeitung dieses Sounds fertig und will einen nchsten
editieren, so wird mit Hilfe der Programmnummerbox und des Schliesymbols
das neue Programm gewhlt. Will man das Editieren vollstndig beenden, so
klickt man die Box "fine work" an oder man drckt RETURN. Man befindet
sich wieder auf dem Programmdesktop.
Wie beim Sortmen steht der angezeigte Sound sofort auf dem Synthie zur
Verfgung. Die Voraussetzungen sind im Punkt "Sort" schon beschrieben.
Auch Parameternderungen werden am Synthie sofort hrbar.
Hat man im "Sort"-Modus einen Sound ausgewhlt, so steht er beim
Bankeditieren sofort zur Verfgung (Man beachte natrlich, aus welcher
Bank man den Sound ausgewhlt hat. Diese Bank ist dann auch beim
"Bankedit" zu whlen).

autochannel :

Diese Option ist bei Programmstart aktiviert. Dies bedeutet, da bei
jeglichem Zugriff auf den U 110 geprft wird, ob er berhaupt
angeschlossen ist und wenn ja, da automatisch der am U 110 eingestellte
Midikanal gefunden wird. Der Austausch von Daten ist nun problemlos
mglich.
Ist nun die Option ausgeschaltet (z.B. Bearbeitung von Files ohne U 110)
werden alle Daten auf Midikanal gesendet (einseitig, ohne Feedback), der
im Menpunkt "set channel" eingestellt ist.

set channel:

Wie schon mehrfach bemerkt, kann man sich hier einen festen Midikanal
einstellen, der dann bei ausgeschalteten "auto channel" wirksam ist. Dies
kann bedeutsam werden fr One-Way-Operationen oder wenn der Editor als ACC
in einem Sequenzer hngt.

midi out :

Diese Option verhindert jegliches Senden von Mididaten (midi out auf OFF).
Dies kann besonders dann interresant sein, wenn der Editor als ACC in
einem Sequenzerprogramm hngt. Es kann! zu Strungen des Sequenzers
kommen. Will man dennoch Daten senden, so ist die Option "auto channel"
auszuschalten (Daten werden nun auf in "setchannel" festgelegtem
Kanalgesendet). Nun mu man am U 110 auch diesen Midikanal einstellen
(siehe Handbuch) und sicherstellen, da kein anderes Gert auf diesem
Kanal empfngt. Der Datadump (Handshaking!) drfte etwas problematisch
sein, da man eine Ringleitung bentigt (mit grter Vorsicht zu genieen).
(Fragen dazu kann ich schon beantworten, aber bitte schriftlich und mit
frankiertem und adressiertem Rckumschlag).

midi thru:

Wie der Name schon sagt, handelt es sich hier um eine Midithrufunktion.
Wie man sie einsetzt, sollte jeder selber ausprobieren. Nur im
Zusammenhang mit Sequenzersoftware ist Vorsicht geboten. Diese besitzen
meist eine eigene Thrufunktion. Diese kann! durch meine eigene
durcheinanderkommen!! Also Vorsicht. Will man trotzdem Noten an den U110
senden, so benutzt man halt das Thru des Sequenzers.

Weitere Bemerkungen :

Wer sich einen neuen Desktophintergrund fr das Programm schaffen will,
sollte sich mit einem Malprogramm (DEGAS - Format) ein Bildchen malen und
als U110.PIC abspeichern (es mu im selben Verzeichnis stehen, wie das
Hauptprogramm).
Der Editor als ACC kann in beliebige Programme eingehngt werden. Bei
Midiprogrammen (speziell Sequenzer) ist natrlich Vorsicht geboten.
Besonders beim "Twelve" von Steinberg gab es beim Austesten
Schwierigkeiten. Das "EditBank 1/2" kann nicht benutzt werden, da es
Probleme mit der rechten und linken Mousetaste gibt.
Der "Notator" von C-Lab hat den Editor  gut angenommen. Alle Funktionen
laufen normal (auf "midithru" sollte verzichtet werden, da der "Notator"
eine eigene Routine hat).
Datadumps bei laufenden Sequenzer sollte man jedoch ganz unterlassen, da
die Datenmengen ganz schn gro sind und Midisalat verursachen knnen.
Bei einem Programmwechsel werden 256 Bytes in den Arbeitspeicher des U 110
geladen. Greift nun der Sequenzer auch noch auf den U 110 zu, so kann es
zu Notenhngern kommen. Diese beseitigt man, indem man die STOP - Taste
des Sequenzers bettigt. Die meisten Sequenzer senden nach einem Stop eine
ALL NOTES OFF - Meldung.

Der Editor luft in jeder Auflsung (mit Ausnahme der niedrigen), und mit
allen bekannten TOS-Versionen.

Sollten jedoch wider Erwarten Probleme auftauchen (besonders als ACC,
auer den bekannten natrlich), mchte ich unterrichtet werden.

So, das war's!! Viel Spa mit dem Editor. Wer natrlich Verbesserungen
anzubringen hat, sollte mir mal schreiben (mit frankiertem und
adressiertem Rckumschlag).


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Fr die Profis :

Wer den Source - Code haben will, sollte an folgende Adresse schreiben:

                Thomas Baier
                Blumenstr. 1a
                8608 Memmelsdorf

Lieferbedingungen:
formatierte Diskette, 30,- DM (Scheine oder Scheck)

Features des Source-Codes :

- zu 100% in C programmiert (bis auf die MIDI-THRU-Funktion (Maschine!))
- kompatibel zu LASER- und TURBO-C
- PRG und ACC
- neue form_do-Routine fr rechten und linken Mousedruck
- neue graf_dragbox-Routine, die auch als ACC luft
- Einbinden eines neuen Desktop
- diverse Midi-Routinen
- erweitertes Fileselector-Box-Handling
- Einbinden der Resourcen usw ...


